Unterhalt (Zivilrecht)

Unterhaltspflichten gemäß § 1615 BGB erlöschen mit dem Tod des Erblassers.

Dies gilt jedoch nicht für Unterhaltspflichten des Erblassers gegenüber seinem geschiedenen Ehegatten. Diese Unterhaltspflicht geht als Nachlassschuld auf den oder die Erben über. Die Haftung für Unterhaltsansprüche des geschiedenen Ehepartners sind jedoch nach § 1586 b BGB beschränkt. Die Haftungsobergrenze entspricht dem Pflichtteil eines Ehegatten. Neben den Unterhaltsansprüchen für den geschiedenen Ehepartner haften die Erben auch für Unterhaltsansprüche im Sinne des § 1963 BGB für eine werdende Mutter, die außer Stande ist, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen.

Familienangehörige, die mit dem Erblasser im gleichen Hausstand gelebt und von ihm Unterhalt bezogen haben, haben einen Anspruch für 30 Tage auf den gleichen Unterhalt, den sie bislang bezogen haben, sowie Anspruch darauf, die Wohnung und die Haushaltsgegenstände so zu benutzen, wie es vom Erblasser bis zu seinem Ableben gestattet war.