Altersvorsorge/Bevölkerungsentwicklung

Aufgrund der negativen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland wird die Vorsorge für das Alter immer entscheidender.

Die Zahl der Versterbensfälle lag im Jahr 2010 bei 859.000 Personen. Die Zahl der Versterbensfälle ist in den letzten 5 Jahren kontinuierlich gestiegen. Gleichfalls ist auch die Zahl der Geburten gestiegen von 2008 665.000 auf 2009 678.000.

Es ist allerdings so, dass die Schere zwischen Geburten und Versterbensfälle weiter aufgehen wird, da der Anstieg bei den Sterbefällen höher ausfällt, als bei den Geburten. Derzeit liegt die Zahl der Versterbensfalle um 181.000 höher als die Zahl der Geburten mit steigender Tendenz.

Zusätzlich ist festzuhalten, dass die Zahl der Auswanderer um ca. 90.000 Personen höher ist als die Zahl der Einwanderer nach Deutschland. Dies führt dazu, dass die Gesamtbevölkerung in Deutschland jährlich um ca. 250.000 bis 300.000 Personen abnimmt.

Gerade bei den Auswanderern ist festzustellen, dass es sich hierbei um Besserverdienende, d. h. höhere Steuern und Beiträge zahlende Personen handelt. Dies wird dazu führen, dass die Beitragszahlungen zur Rentenversicherung immer geringer werden, so dass auch die Zahlungen in die Rentenversicherung deutlich gering zurückgehen werden und somit das Rentenniveau weiter sinken wird.

Sicher an der Rente ist nicht die Rente, sondern lediglich die bei Eintritt in das Rentenalter auftretende Versorgungslücke.

Gerade der Personenkreis, der ein Bruttogehalt von etwa 60.000,- € im Jahr hat, wird vor diesem Hintergrund lediglich mit einer monatlichen Pension/Rente von 1.500,- bis 1.700,- € monatlich rechnen können, also in etwa 30 bis 40% des monatlichen Einkommens während der beruflichen Zeit.

Dieser Personenkreis verfügt oftmals über ein Einfamilienhaus/Reihenhaus, welches bei Renteneintrittsalter bezahlt ist. Sonstiges Vermögen ist im Durchschnitt in Form von Sparanlagen/Aktien in Höhe von 100.000,- € vorhanden.

Gerade für diesen Personenkreis kommt es dann zwangsläufig zu einer deutlichen Reduzierung des monatlichen Betrages für Auto, Konsum, Urlaub u. a. Die oftmals vorhandene private Krankenversicherung steigt allerdings beitragsmäßig weiter.

Nachdem die Immobilien bereits oftmals ca. 20 bis 30 Jahre alt sind, ist mit monatlichen Unkosten in einer Größenordnung zwischen 500,- bis 800,- € (Instandhaltungsgrundlage, Strom, Heizung u. a.) zu rechnen, so dass für den Konsum lediglich ein Betrag von 800,- € verbleibt.

Nach den heutigen Sterbetafeln werden Männer im Durchschnitt, wenn sie das 65. Lebensjahr erreicht haben, 85 Jahre alt, Frauen werden, wenn sie das 60. Lebensjahr erreicht haben im Durchschnitt 90 Jahre alt.

Der angesprochene Betrag von 100.000,- € wird planungstechnisch derart angelegt, dass er mit 3% verzinst wird und für 20 Jahre lang reichen soll. Dies bedeutet dann, dass monatlich ein weiterer Betrag von 500,- bis 600,- € zur Verfügung steht. Damit ist dann zumindest ein monatliches Einkommen von etwa 2.000,- bis 2.200,- € sichergestellt.

Wenn das Gesamteinkommen aus Rente und Zinsen/Kapitalverbrauch 2.500,- bis 2.700,- € betragen soll, dann muss ein angespartes Vermögen von etwa 180 bis 200.000,- € vorhanden sein.

Um auf ein monatliches Einkommen von 3.000,- € (Rente, Kapitaleinkünfte, Kapitalverbrauch) zu kommen, sind bereits ca. 230 bis 270.000,- € an Geldvermögen notwendig.

Es muss allerdings auch noch beachtet werden, dass die Inflation zu berücksichtigen ist.

Viele Personen gehen irrtümlich davon aus, dass die Renten/Pensionen sich im Gleichklang zur Inflation erhöhen.

Bei einer angenommenen Inflation, wie in den letzten Jahren, wird die Kaufkraft des Betrages von 2.000,- € auf ca. 1.000,- € sinken.

Wenn die Renten nicht im Gleichklang zur Inflation ansteigen, müssen die Einkünfte aus Kapital höher sein als die Einkünfte aus Pensionen/Renten und zwar deutlich.

Wenn im Jahr 2011 das Einkommen aus Rente und Kapitalvermögen 2.500,- € ist, müsste das Einkommen 4.500,- betragen in der Zukunft, welches dann nur noch gespeist wird aus Renteneinkommen von 2.000,- €, so dass dann Zins- und Kapitaleinkünfte vorhanden sein müssten in Höhe von 2.500,- €. Dies setzt dann beim Kapital allerdings bereits dann eine Summe von etwa 400.000,- € voraus.

Die vereinfachte Formel lautet, dass bei einem Einkommen von mehr als 60.000,- €, sei es als Angestellter oder Selbständiger, der bereits monatlich 1.100,- bis 1.200,- monatlich in das ständische Berufswerk einzahlt, dieser um auf ca. 60 bis 70% des Nettoeinkommens zu kommen er, pro monatlichen privaten Rentenbetrag von 1.000,- €, er ca. 200.000,- € Erspartes haben muss.

Wenn die Rentenzeit auf 30 Jahre ausgelegt sein soll und die Zusatzrente 3.000,- € monatlich betragen soll, dann muss ein Betrag von ca. 600.000,- € bei Rentenbeginn einbezahlt worden sein.

Wenn man mit einer 2%igen Inflation rechnet, dann müssen bereits ein Betrag von 1.200.000,- € eingezahlt sein, um einen gleichbleibenden Lebensstandard auf einer Basis von 3.000,- € monatlich, Stichtag 2011, zu gewährleisten.

Es ist daher für viele Anleger die Fragestellung, ob es nicht gegebenenfalls sinnvoller ist, Immobilien zu kaufen, um aus deren Erträge dann den Lebensunterhalt zu finanzieren.

Um am Anfang 36.000,- € Erträgnisse netto zu haben und am Ende der Laufzeit ca. 6.000,- € monatlich, muss die Immobilie monatlich 5.000,- € Erträgnisse im Jahr 2011 bringen.

Unter dem Aspekt des Mietausfallrisikos, der Verwaltungskosten sollte eher an einen Betrag von 6.000,- € gedacht werden, was einer Jahressumme von 72.000,- € entspricht.

Immobilien mit einem Ertrag von 72.000,- € werden derzeit gehandelt mit 1 bis 1,5 Mio. €, wobei man wiederum bei dem Betrag wäre der für Kapitalanlagen vorgesehen ist.

Es sollte Wert darauf gelegt werden, dass die Lage der Immobilie stimmt, so dass der Wert über dem Zeitraum erhalten bleibt.

Risikobehaftet sind derzeit die Anlagen in Supermarktflächen im Bereich von Randgemeinden. Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung werden wieder kleinere Läden in Stadtkernbereichen interessant werden.

Die Vermögensanlage sollte in mehrere kleine Top-Immobilien investiert werden, so dass der sukzessive Verkauf möglich ist.

Dies bedeutet, dass Schenkungen an Kinder vor diesem Aspekt sehr gut überlegt werden müssen. Geschenke an Kinder reduzieren die Vermögenssubstanz, die gerade für das Alter erforderlich ist.